Heidi Kundela 
 


Wissenswertes

Täglich eine Stunde Bewegung

Täglich eine Stunde Bewegung

JUGEND und MEDIEN

www.jugendundmedien.ch Nationales Programm zur Förderung von Medienkompetenzen

TV = Fehlende Bewegungszeit !!!!

Zusammenfassung aus : „Die wichtigsten Tipps für den sicheren Umgang mit digitalen Medien“ :

Bildschirmzeiten-Empfehlungen (TV, PC, I-Phone, I-Pad TOTAL)
Unter 3 Jahre: kein TV
3 -5 Jahre: ½ Std. / Tag MIT Eltern !
1.-3. Klasse: 5 Std. /Woche
Mittelstufe: 10 Std. /Woche
Jugendliche: 20 Std. /Woche (+ unbedingt Sport, Musik und Pflege Freundeskreis)

BEI ZU VIEL TV :

  • weniger Hirnentwicklung
    • da keine Bewegung und keine frische Luft !
    • keine Auseinandersetzung mit Objekt (Interaktion fehlt !!)
  • Haltungsschäden (schwache Rücken-, Rumpf- und Halsmuskulatur)
  • Augenschwäche (starke Kurzsichtigkeit)
  • Verstärkt ein bestehendes ADHS

Internet und Handy : erst ab 9 Jahre mit Begleitung der Eltern !!

Bei Hausaufgaben oder beim Essen : Handy auf lautlos schalten und zur Seite legen !

Bildschirmgutscheine im Tausch gegen 1 Std. Bewegung

TV und PC gehören NICHT ins Kinderzimmer


EIN RAD FÜR DAS LEBEN, von Dr. Lukas Zahner

DVD „Aktive Kindheit ---gesund durchs Leben“. (Sportwissenschafter, Biologe, Turn- und Sportlehrer, Initiator des DVD). Schriftliche Zusammenfassung des DVD-Inhaltes in der Broschüre zur DVD. (DVD Leider vergriffen. Kann bei H. Kundela ausgeliehen werden.)
Broschüre Zahner Broschüre Zahner Broschüre Zahner Broschüre Zahner Broschüre Zahner Broschüre Zahner Broschüre Zahner Broschüre Zahner


Merksätze und Zitate

verwendet im Workshop „BEWEGUNG macht Kinder SCHLAU“. PDF


Bauchlage, Kriechen.

Heidi Kundela-Graf, Ergotherapeutin , St. Gallen, 2017

Den jungen Eltern wird immer wieder (von ärztlicher Seite) aus Respekt vor dem SIDS (plötzlicher Kindstod) empfohlen, die Säuglinge grundsätzlich auf den Rücken zu legen. Die Erfahrung zeigt nun, dass Schädelverformungen und Haltungs-Asymmetrien häufiger sind. Wir Ergo- und Physiotherapeutinnen beobachten dazu, dass Bauchlage-Kinder einerseits eine bessere Rumpf-, Schulter- und Nackenstabilität entwickeln, und noch wichtiger: Sie entwickeln sich so auf natürliche Weise in die neurophysiologisch wichtige Phase des Kriechens! Deshalb empfehlen wir den Eltern, bereits dem Säugling in der Wach-Phase immer wieder mal die Bauchlage zu ermöglichen. So gewöhnt es sich - nebst dem Schlafen in der Rückenlage - früh schon an die Bauchlage in der Wachphase. Manche Kinder empfinden die Bauchlage als unangenehm, wenn sie nicht beizeiten immer wieder die Gelegenheit dazu bekommen haben.

Also: BAUCHLAGE in der Wachphase ! = wichtige Voraussetzung für das Kriechen und für die weitere Bewegungsentwicklung und Wahrnehmungsentwicklung.

Empfehlungen: Täglich einige Male in Bauchlage über den Oberschenkeln der Mutter oder auf dem Oberkörper des Vaters spielen lassen, oder dicke Frottérolle (oder Stillkissen) unter Achseln legen für eine Erhöhung in Bauchlage.

Die Bauchlage als Spielstellung oder bei Schülern bei Hausaufgaben, beim Bücher-Anschauen und bei Gesellschaftsspielen, ist auch später noch, bis ins Schulalter zu empfehlen, da Rumpf- und Nacken- und Blickmotorik günstig beeinflusst werden (Kinder ab 3 J. lieben die BL auch in der Hängematte- quer darüber hineinliegen - oder auf dem Rollbrett /Bauchwägeli).

5 wichtige Aspekte des KRIECHENS :

  1. Motorik: Das Kriechen ist wichtig für die Muskel-Kräftigung von Nacken, Rumpf, Schultern, Hüfte, Handstütz und Blickmotorik --- unerlässlich für die Voraussetzung zum sicheren aufrechten Gang, später für eine problemlose Schreibhaltung in der Schule (Körper, Hand, Finger und Augen).
  2. Hirnentwicklung: Bei den Überkreuzbewegungen beim Kriechen erlebt das Kind im „kreuzkoordinierten“ Bewegungsablauf eine entscheidende Körperwahrnehmung: es erfährt seine Mittellinie und ein Gefühl für seine „zwei“ Körperseiten. Beim Überkreuzen seiner Körpermitte erhält das Kind auch das Gefühl für die Diagonale (damit es im Kindergarten ein Kreuz zeichnen kann, oder ein Dreieck, ein Dach). Beim Überkreuzen wird zudem das Hirn für die Entwicklung der Händigkeit/Dominanz aktiviert. Kinder, die nicht oder wenig gekrochen sind, oder Mühe haben, im Kindergarten ein Kreuz zu zeichnen, oder mit 4-5 Jahren noch keine dominante Hand entwickelt haben, sollten die Phase der Bauchlage, des Kriechens und des Reptilienganges dringend nachholen! (Reptiliengang: Schleichen wie eine Robbe, Katze etc.) Empfehlung für Bauchlage-/Kriech-Spiele: oft in Bauchlage sich an einem Seil über den Boden ziehen, oder Wurfspiele auf Bauchwägeli, oder in Bauchlage in Hängematte. Häufige Kriech-/ Reptilienparcours, idealerweise mit Kriechtunnel (da hindurch kommt man nur mit Kriechen oder robbend!), unter Stühlen durch, unter gespreizten Beinen des Vaters durch etc(siehe dazu 3), Wettkriechen mit einem Ball, für Ältere mit Stoppuhr.
  3. Raumerfahrung: das Kind erlebt mit seinem Körper räumliche Begriffe: darüber, untendurch, dazwischen, eng – weit, hoch –niedrig. „Wer sich im Raum sicher bewegt, kann sich später auch Zahlenräume gut vorstellen!“ (Gerhard Spitzer, Hirnforscher).
  4. Hohlfuss:,Zusätzlich unterstützt der Vierfüsslergang die Entwicklung eines starken Hohlfusses, was wichtig ist später für einen guten Stand-Fuss! (Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe, Hirnforscher, zum Thema „Krabbeln“). Siehe Text dazu im übernächsten Artikel .
  5. Es lernt das Hinfallen, Sich-Auffangen, hat später weniger Verletzungsgefahr beim Hinfallen.

Übrigens wird Kriechen auch von Lerntherapeuten empfohlen, sogar bei Jugendlichen! Also immer wieder Kriechparcours mit den Kleinkindern einbauen! Das beste Beispiel für kleine Kinder sind Geschwister, Eltern oder Pädagogen, die häufig mit ihnen am Boden kriechen, auf dem Rasen, auf dem Teppich oder über Matten in der Turnhalle, möglichst mit vielseitigen Hindernissen---ein wichtiger Beitrag zur Hirnentwicklung und Prävention! Viele später auftauchende Probleme könnten so vermieden werden! Je länger ein Kind krabbelt, desto sicherer kommt es in die Aufrichtung – und dies zu seinem selbstbestimmten Zeitpunkt! (Was für die Aufrichtung gilt, gilt zuvor auch fürs Sitzen: erst, wenn das Kind die motorischen Fähigkeiten hat, um selbst ins Sitzen zu kommen (aus der Bauchlage über den Vierfüssler zum Sitzen), ist es reif fürs Sitzen (unterstützt im Triptrap, ist schon zuvor möglich, für kurze Zeit).


Wo man aussteigt, beginnt das Leben!

Broschüre zum Projekt „Kind und Umwelt“, gestützt auf die Arbeit von Dr. Marco Hüttenmoser. Spezialist zum Thema „Kind und Umwelt“. Die Wichtigkeit des Schulweges, in Bezug auf Bewegung. www.kindundumwelt.ch
Kind und Umwelt Kind und Umwelt


Interview mit Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe

„zum Thema „Krabbeln“. Gehirnentwicklung beim Kind und Jugendlichen“. Nov. 13 Text von Prof. Gerald Hüther Text von Prof. Gerald Hüther


 
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